Fastenzeit – Zeit der Solidarität mit Notleidenden
Der Pfarreirat hat sich wieder für die Unterstützung unserer langjährigen Herzensprojekte entschieden. Das sind die Primary School der Emmaus-Freunde in Uganda und das Hilfswerk una terra – una familia. Zu diesen Hilfswerken, bei denen jeder Franken, der gespendet wird, den Notleidenden zugutekommt, gibt es jahrelange Kontakte und regelmässige Berichte über die Verwendung der Gelder. Im Weiteren unterstützen wir die ökumenische Kampagne der Fastenaktion «Hunger frisst Zukunft».
Primary School der Emmaus-Freunde in Uganda
Unser Schulprojekt in Uganda steht derzeit vor grossen finanziellen Herausforderungen. Die Schule erhält zunehmend weniger Spendengelder, wodurch ihre Situation stark angespannt ist. Umso wichtiger ist unsere Unterstützung, damit die Schülerinnen und Schüler weiterhin Zugang zu Bildung haben.
In den letzten Jahren wurden unsere Spendengelder für den Bau des Mädchenwohnheims verwendet. Aufgrund der aktuellen Situation werden die Spenden nun dringend für den laufenden Schulbetrieb benötigt. Allein durch Schulgelder der Eltern kann dieser nicht aufrechterhalten werden, da die finanziellen Möglichkeiten der Familien sehr begrenzt sind. Die Fertigstellung des Mädchenwohnheims verzögert sich deshalb.
Die Schule ist gross und für die Region von grosser Bedeutung. Umso wichtiger ist es, sie weiterhin zu unterstützen und den Kindern und Jugendlichen Bildung und Zukunftsperspektiven zu ermöglichen.
una terra - una familia
Una Terra Una Familia unterstützt rund 300 Kinder in den Slums Camelia Creek und Annex 22 in Parañaque (Manila) mit einem Ernährungsprogramm. Dreimal pro Woche erhalten die Kinder eine einfache, aber ausgewogene und vitaminreiche Mahlzeit. Ergänzend dazu werden regelmässig grundlegende medizinische Kontrollen durchgeführt, etwa Gewichtskontrollen sowie Überprüfungen von Hygiene und Zahngesundheit. Bei Bedarf werden weiterführende medizinische Abklärungen ermöglicht und teilweise finanziert.
Die Kinder und ihre Familien leben unter äusserst prekären hygienischen Bedingungen in selbstgebauten Behausungen. Ohne das Ernährungsprogramm könnten viele Kinder nicht täglich essen oder wären gezwungen, Nahrung aus Abfällen zu suchen. Das Projekt bietet daher nicht nur Nahrung, sondern auch Schutz und Begleitung. So konnten in einem besonders schweren Fall drei stark unterernährte Mädchen in die Obhut des Heims von Sr. May aufgenommen werden. Heute sind sie gesund, fröhlich und lebenslustig – ein eindrückliches Zeichen dafür, was gezielte Hilfe bewirken kann.
Neben den Kosten für die Mahlzeiten fallen auch Ausgaben für Personal, Transport und Feuerholz an. Dank der grosszügigen Unterstützung der Spenderinnen und Spender ist es Una Terra Una Familia möglich, das Ernährungsprogramm nachhaltig zu sichern.
Ökumenische Kampagne Fastenaktion
„Hunger frisst Zukunft“ macht deutlich: Wo Menschen nicht genug zu essen haben, fehlen Kindern Bildung, Familien Perspektiven und ganzen Gesellschaften Chancen auf Entwicklung. Die Fastenaktion lenkt den Blick auf die Ursachen von Hunger – wie Armut, Ungerechtigkeit und Klimakrise – und lädt uns ein, solidarisch zu handeln. Unser Einsatz heute kann Zukunft sichern.
Pfarreirat St. Stefan, Karin Schmid
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