Zwischen jahrhundertealten Klosterschätzen, eindrucksvoller Kirchenkunst und spannenden Einblicken in das Inselleben erlebten die Mitarbeitenden am 20. Juni einen abwechslungsreichen Tag auf der Klosterinsel Reichenau. Dabei zeigte sich: Das Grosse verbirgt sich oft im Kleinen.
Am 20. Juni führte uns der diesjährige Mitarbeiterausflug auf die geschichtsträchtige Klosterinsel Reichenau – ein Ort, an dem sich Spiritualität, Kultur und Geschichte auf eindrückliche Weise begegnen.
Eine Gruppe besichtigte das Münster St. Maria und Markus. Während der Führung erfuhren wir, weshalb die bedeutende Klosterkirche den Ehrentitel Basilica minor erhalten hat. Besonders ins Auge fiel das kunstvoll gestaltete Chorgitter, das dem Kirchenraum eine besondere Ausstrahlung verleiht.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Schatzkammer. Der ehemalige Sakristeiraum beeindruckt bereits durch seine gotische Architektur mit Sternengewölbe, reich verzierten Schlusssteinen und historischen Wandfragmenten. Die umfangreich sanierte Schatzkammer wurde erst im April 2024 wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Hier werden aussergewöhnliche Kostbarkeiten aufbewahrt: der originale Markusschrein, wertvolle Reliquiare, ein Evangeliar aus dem 9. Jahrhundert als kunstvolles Beispiel der Reichenauer Buchmalerkunst sowie zahlreiche weitere Kunstschätze aus über tausend Jahren Klostergeschichte.
Die zweite Gruppe besuchte die Kirche St. Georg mit ihren berühmten Wandmalereien und erhielt anschliessend interessante Einblicke in die traditionsreiche Fischerei und den Gemüseanbau auf der Insel, die bis heute das Leben auf der Reichenau prägen. In der wunderschönen, romanischen Kirche St. Georg feierten wir gemeinsam Gottesdienst.
Den gelungenen Tag liessen wir bei einem gemeinsamen Abendessen im Kloster Hegne ausklingen.
Ein besonderes Foto des Tages zeigt einen Zeppelin in der Ferne, der scheinbar genau unter einer Strassenlaterne schwebt. Das Bild wurde für manche zum Sinnbild unseres Ausflugs: Oft verbirgt sich das Grosse im Kleinen. Wer genau hinschaut, entdeckt unter dem schützenden Licht des Alltags überraschende Schätze – ganz so, wie auf der Klosterinsel Reichenau.
Ein herzliches Dankeschön geht an Maria Todorovic und Enri Taboas Saragoni für die ausgezeichnete Organisation dieses abwechslungsreichen und bereichernden Ausfluges.
KH